Gelenkschmerzen beeinträchtigen den Alltag

Schmerzende Gelenke schränken Betroffene bei der alltäglichen Arbeit massiv ein. Dabei entstehen derartige Beschwerden nicht etwa von heute auf morgen, sondern kündigen sich eigentlich nach und nach an. Doch leider sind viele Menschen so veranlagt, dass sie zunächst die ersten Warnsignale ihres Körpers ignorieren und sich lange Zeit einreden: „Es wird schon gehen.“ Das funktioniert jedoch nur solange, bis die Schmerzen eine normale Beweglichkeit einschränken. Erst jetzt kommen die meisten auf die Idee, etwas zu unternehmen. Besonders schlimm betroffen sind Kniegelenke, Ellenbogen und Handgelenke.

Es ist daher zu empfehlen, bereits bei den ersten Anzeichen aktiv zu werden, um aus akuten Schmerzen keine chronischen Schmerzen werden zu lassen.

Akute Schmerzen sofort behandeln

Es ist keine Seltenheit, dass aufgrund einer massiven Überbelastung ein Gelenk schmerzt. Der Schmerz kann durch eine ungewohnte Bewegung entstehen oder durch eine einseitige Belastung. So ergeht es mitunter Menschen, die lange Zeit keinen Sport mehr gemacht haben und von heute auf morgen zu viel wollen. Der Körper ist es schlichtweg nicht mehr daran gewöhnt. Denn die Bänder, Sehnen und Muskeln müssen sich erst wieder nach und nach daran gewöhnen, sich entsprechend aufbauen und vor allem dehnen.

Treten akute Schmerzen im Gelenk auf, sind sofortige Maßnahmen zu ergreifen. Zunächst einmal muss das Gelenk ruhig gestellt werden. Mitunter helfen Bandagen oder leichte Verbände, die stützend wirken. Sind die Knie betroffen, dann sollte das Bein hochgelegt und das Knie entlastet werden. Im Ellenbogenbereich hilft eine Schlaufe, durch die der Arm gelegt wird und ihn somit entlastet. 

Nun gilt es, den Bereich zu kühlen. Akuten Schmerzen sollte im ersten Schritt immer mit einer kühlenden Maßnahme entgegengetreten werden. Hier helfen Kühlpads oder Kühlakkus aus dem Sportbereich. Eisspray hingegen ist nicht zu empfehlen. Wichtig ist, dass das Pad nicht direkt auf der Haut liegt, sondern in ein dünnes Leinen- oder Baumwolltuch gewickelt wird. Bitte auch nur so lang kühlen, wie es angenehm ist. Schmerzen sollten in keinem Fall durch die Kühlung verstärkt oder gar verschlimmert werden.

Zusätzlich kann zur Schmerzlinderung ein leichtes Schmerzmittel eingenommen werden, welches zudem entzündungshemmende Wirkungen haben sollte. Viele greifen in diesem Fall beispielsweise auf Ibuprofen zurück.

Chronische Schmerzen bedürfen ärztlicher Behandlung

Ab wann von chronischen Schmerzen gesprochen wird, hängt ein wenig von der gesundheitlichen Vorgeschichte des Betroffenen ab. Einige empfinden mehrtägige Schmerzen bereits als chronisch und andere erst nach Wochen. In der Regel sprechen Ärzte erst dann von einem chronischen Leiden, wenn dieses über mehrere Wochen hinweg vorhanden ist und sich mit den oben genannten Maßnahmen nicht mehr eindämmen lässt.

Chronische Gelenkschmerzen werden anders behandelt als akute. Hier kommt beispielsweise vermehrt Wärme zum Einsatz. Auch Physiotherapien werden verordnet, um die Beschwerden ein wenig zu lindern. Zusätzlich helfen medizinische Massagen und die Verabreichung von Medikamenten, die vor allem das Kollagen in den Gelenken wieder aufbessern sollen. Denn oftmals entstehen schmerzende Gelenke aufgrund eines Mangels an der sogenannten Schmierschicht. Knochen und Nerven reiben ohne Schutzmantel direkt aufeinander und das führt unweigerlich zu sehr starken Schmerzen.

Vorbeugen – was kann unternommen werden?

Nicht immer lässt sich beispielsweise eine Arthrose vermeiden. Jedoch können Betroffene von Anfang an versuchen, über bestimmte Bewegungsformen, Übungen und selbst durch bestimmte Nährstoffe den Krankheitsverlauf zu lindern. Es ist hilfreich, sich diesbezüglich in Fachzentren ausgiebig beraten zu lassen. Auskunft erteilt in der Regel der zuständige Hausarzt. Er ist die erste Anlaufstelle, wenn jemand von Gelenkschmerzen betroffen ist.

Fazit

Im Alter lassen sich Beschwerden in den Gelenken kaum mehr vermeiden. Es ist schlichtweg eine Abnutzungserscheinung nach all den vielen Jahren. Dennoch helfen bestimmte Medikamente, entsprechende Übungen und natürlich auserlesene Nahrungsmittel, zumindest den Verlauf weniger schmerzhaft zu erleben. Wichtig ist, dass rechtzeitig gehandelt wird und der Arztbesuch nicht auf die lange Bank geschoben wird.